Wadentraining im Süntel

Bei wunderschönem Wetter habe ich mich zum Klettern in einem Gelände auf gemacht, dass ich bisher eher gemieden habe, ein Steinbruch.

imageUm mal ein bisschen andere Kletterei zu testen, habe ich den Pötzener Steinbruch besucht. Der Kletterführer weist schon darauf hin, dass die Routen teilweise etwas sehr alpin sind. Aber er verspricht auch eine sehr lange Querung über die gesamte Wandbreite.
Nach einem 15min Zustieg steht man im Steinbruch und kann durchaus attraktive 30-40m  hohe Klettereien ausmachen. Aber eben auch sehr viel Brösel. Der viele lose Kleinkram wird in der ersten Route dann schnell nervig, da man vor jeden Zug erstmal potenzielle Griffe und Tritte leerfegen muss.

Auch größere Brocken sind nicht immer fest und so kommt es, dass man vor jedem Zug sehr genau prüft, was man da gleich belasten will. Nachdem man aber diese Hindernisse hinter sich gelassen hat, kann man insbesondere in der oberen Hälfte spannende Reibungskletterei genießen. Wenn man bei der dauerhaften Belastung der Waden und Nerven von genießen sprechen kann. Denn mit Reibungsplatten ist das immer so eine Sache, es fühlt sich immer so an, als wenn der Tritt doch nicht so gut wäre und man hält krampfhaft Ausschau nach einem besserem. So blieb mir in einer Route auch ein langer Abstieg zum letzten Haken nicht ersparrt, da ein Zug einfach nicht zu machen war, zumindest im Kopf nicht!

Wer mit den wenig bis garnicht vorhanden Möglichkeiten zum Absichern zwischen den weiten Hakenabständen klarkommt, mal Lust auf Reibung hat und auch mal eine 100m lange Querung genießen will ist im Pötzener Steinbruch richtig. Für alle anderen ist es einfach nur Brösel.

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